Jedem Reiter sein Sattel

Für jede Sparte der Reiterei gibt es die passende Sattelform, die den Reiter bequem sitzen lässt und die entsprechenden Hilfengebungen erlaubt.
Die meist verkauften Typen sind der Dressursattel, mit langem Sattelblatt, kleiner Auflage und tiefem Sitz, und der Springsattel, mit flachem Sitz und hohen Pauschen.
Ebenso beliebt ist der Vielseitigkeitssattel, der versucht, beiden Sportrichtungen gerecht zu werden. Er ist auch sehr gut fürs Gelände geeignet.
Ebenfalls werden im Freizeitbereich gerne Westernsättel verwendet, die eine große Auflagefläche besitzen und das Gewicht gleichmäßig auf den Pferderücken verteilen. Ein guter Freizeitsattel soll die Vorhand des Pferdes entlasten.
Ein Wanderreitsattel bietet für lange Geländeritte eine große Auflagefläche, um den Pferderücken nicht punktuell zu belasten. Er bietet viele Befestigungsmöglichkeiten für Gepäck & Zubehör.
Anspruchsvolle Distanzreiter benötigen besondere Distanzsättel, die den hohen Anforderungen an Sitz & Material gerecht werden.
Für den Gangpferdereiter  bietet der Markt ebenfalls spezielle Töltsättel mit nach hinten verschobenem Schwerpunkt, um die Gewichtsverlagerung des Reiters in den unterschiedlichen Gängen durch zu lassen.
Für den kleinen Kundenbereich spezialisierter Reitarten konstruieren einige Sattelfirmen besondere, gut durchdachte Modelle, z.B. Damensättel, Schulsättel. Diese werden oft nach historischen Vorlagen in Handarbeit erstellt und vereinigen altes Wissen & moderne Errungenschaften.
Wichtig ist bei jeder Art Sattel die genaue vorherige Anprobe am Pferd in allen drei Grundgangarten, mit und ohne Reiter. Nur so wird die optimale Passform gewährleistet und Schäden am Pferderücken vermieden.
Bei der Sattelanprobe muss besonders auf den Körperbau des Pferdes mit Blick auf Wideristhöhe, Länge/Breite/Biegung des Rückens und die Lage des Schulterblattes geachtet werden.
Häufig sind daher Nachkorrekturen am Sattel notwendig, weil sich durch Training, Alter, Gesundheitszustand und Fütterung die physische Darstellung des Pferdes verändern kann.

Text: W. Heine