
Ausnahmesportler und geborener Unternehmer Paul Schockemöhle wird allen Sätteln gerecht – Mühlen: Treffpunkt internationaler Prominenz
Wenn er lacht, kommt der große Junge durch. Zunächst noch im Schatten des berühmten Bruders Alwin, dann im Rampenlicht einer großen Reiterkarriere: Drei Mal wird der Mühlener Europameister auf Deister, eine Serie, die bis heute kein anderer Reiter hat schlagen können. Ross und Reiter genießen Weltruf, sind zu Lebzeiten längst Legenden, holen Olympiamedaillen und Siege in allen bedeutenden großen Preisen. Das Pferd wird zum Wahrzeichen für P.S., ziert die Lkw der Spedition und Logistik Paul Schockemöhle GmbH & Co. KG. – und verleitet bei Nichteingeweihten zu einem falschen Schluss: Aha, der erfolgreiche Springreiter hat umgesattelt auf Geschäftsmann. Falsch, umgekehrt wird ein Schuh daraus! Der erfolgreiche Geschäftsmann Paul Schockemöhle war auch ein begnadeter Reiter. Lange bevor der Sportler berühmt wird, hat der Kaufmann in ihm schon reichlich Beweise eines gut entwickelten Geschäftssinns geliefert. Bereits im Schulalter ist Paul Schockemöhle schon im Eierhandel engagiert, wenn auch auf schmaler Basis. Der örtliche Edeka-Händler ist sein erster „Großabnehmer", der täglich auf dem Weg zur Schule mit frischer Ware beliefert wird. „Ich musste mich eben früh kümmern," schmunzelt der Geschäftsmann im Rückblick.
Als nachgeborener Sohn eines Bauern war klar, dass der Hof an seinen Bruder gehen würde. Also legte er sich ins Zeug. Schon als 22-jähriger ist er Gesellschafter der EGGA. Der große Erfolg blieb diesem Unternehmen zwar versagt, nicht aber Paul Schockemöhle. Der hat inzwischen auch seine Reiterkarriere gestartet. Und wie: Mit 23 reitet er zum ersten Mal ein Turnier, mit 24 ist er schon in einem europäischen Championat unterwegs. Wie seine Brüder kann Paul Schockemöhle ein Pferd „lesen“, seine Anlagen schon im Fohlenstadium erkennen. Da bleibt es nicht aus, dass der Reiter auch sein Hobby zum Geschäft macht. P.S. wird zum Markenzeichen für alles, was mit Pferden zusammenhängt: Er macht Reiter und Pferde zu Siegern. Namen wie z. B.: Franke Sloothaak, Ludger Beerbaum und Dirk Hafemeister errangen die Olympische Goldmedallie, als sie in seinem Stall trainierten. Otto Becker, Rene Tebbel und Eddie Macken wurden bei Paul Schockemöhle Vize- Weltmeister und Reiter, wie z.B. Valerio Sozzi oder Meredith Michaels-Beerbaum entwickelten sich in Mühlen zu internationalen Top-Reitern.
Die kleine Ortschaft in der Gemeinde Steinfeld macht Sieger, schreibt Geschichte. Heute kann die Deckstation in Mühlen ca. 25 bewährte Hengste (z.B. Deobel’s Cento, Breitling, Chacco-Blue und Sandro Hit) so wie 15 Junghengste (Diarado, Fürstenball, Last Man’s Hop) bester Spring- und Dressurabstammung präsentieren, die sich auch unter dem Sattel national, so wie international im Sport bewähren müssen. Mit ca. 250 Sportpferden bietet der Verkaufsstall in Mühlen ein Portfolio an hochtalentierten Nachwuchspferden bis hin zu erfolgreichen Grand Prix Pferden. Vieler dieser herausragenden Sportpferde stammt aus Europas größter Warmblutzuchtstätte im Nordosten Mecklenburg Vorpommerns, dem Gestüt Lewitz. Ein Imperium der Modernen Pferdezucht welches P. S. 1993 ins Leben rief. Das Gestüt umfasst einen Hallenkomplex von ca. 30000 qm so wie ein Freigelände von 3000 Hektar, auf dem 3500 Pferde platz finden und 650 Fohlen per anno geboren werden. Ein Fundus aus dem stets besten Pferdematerial kommt in den Turnier- und Verkaufsstall nach Mühlen.
Über sein Engagement in Zucht und Sport hinaus, schafft P.S. ein Netz von internationalen Kontakten, von denen auch andere Unternehmer der Region rund um Mühlen profitieren. Die kleine Steinfelder Ortschaft ist ein Treffpunkt der Pferdeliebhaber aus der ganzen Welt. Und natürlich der Geschäftsleute. In unzähligen Beteiligungen lebt Paul Schockemöhle seine Leidenschaft fürs Business erfolgreich aus. So schließt sich z.B. der Kreis aus Zucht, Training, Verkauf und der Organisation von Pferdesportevents durch die Paul Schockemöhle Marketing GmbH zu einem umfassenden Gesamtkonzept in der Pferdebranche. Neben Tätigkeiten die nicht den Reitsport tangieren, wie z.B. das Bauwesen, ist P.S. gerade in der Speditionsbranche besonders aktiv: „Speditionskaufmann ist das einzige, was ich je gelernt habe.“ Das offensicht-lich mit der ihm eigenen Gründlichkeit: Was 1966 mit zwei Lkw für den Transport von Futtermitteln begann, hat sich zu einem der leistungsstärksten Logistikunternehmen mit Standorten in ganz Deutschland und in Polen entwickelt. 500 Mitarbeiter, 300 ziehende Fahrzeugeinheiten, 75000 Quadratmeter Hallenfläche und modernste Logistikkonzepte zeigen deutlich, dass P.S. allen Sätteln gerecht wird.