
Hans Günter Winkler ist weltweit der erfolgreichste Springreiter aller Zeiten bei Olympischen Spielen.
Bis zu seinem Abschied vom aktiven Springsport 1986 als knapp 60-jähriger in Aachen sammelte er fünf olympische Goldmedaillen, je eine Silber- und Bronzemedaille, zwei Weltmeistertitel, einmal wurde er Europameister und fünfmal Deutscher Meister. 105-mal startete er für Deutschland in Nationenpreisen.
Winklers Rat und seine geschäftlichen Verbindungen blieben auch nach seinem Abschied auf allen großen Turnieren begehrt. Bereits in den 1980ern beschäftigte Winkler sich mit der Jugendarbeit. Durch die Entwicklung verschiedener Nachwuchsserien hat er für eine systematische Ausbildung der Nachwuchsreiter gewirkt. Seit 1996 gibt es zudem den Halla-Wanderehrenpreis für das erfolgreichste Pferd beim CHIO Aachen.
1992 gründete Hans Günter Winkler seine Sportmarketingfirma „HGW Marketing GmbH“, die sich auf die Akquisition von Sponsoren für den Springsport und auf die Organisation von nationalen und internationalen Reitturnieren spezialisiert hat.
Die aktuell durch die HGW Marketing organisierten bzw. mitbetreuten Veranstaltungen sind:
• Internationale Löwen Classics, Volkswagen Halle Braunschweig www.loewenclassics.de
• S&G Goldstadt Cup, Pforzheim www.goldstadt-cup.de
• Scharlachrennen Nördlingen www.csi-noerdlingen.de
• DKB-Bundeschampionate Warendorf www.bundeschampionate.tv
• Internationales Adventsturnier / Messe Dresden www.adventsturnier.de
Nachwuchsförderung
Hans Günter Winkler und die Nachwuchsförderung sind zwei Dinge, die eng miteinander verbunden sind. Nach seiner aktiven reiterlichen Karriere hat Hans Günter Winkler eine Reihe von Nachwuchsprüfungen ins Leben gerufen und damit dafür gesorgt, dass die Basis immer wieder neue Spitzensportler hervorbringt.
Folgende Prüfungsformen für den deutschen Springnachwuchs wurden von Hans Günter Winkler konzipiert:
• HGW - Preis der Zukunft
• HGW-Bundesnachwuchschampionat
Bundesweit qualifizieren sich jedes Jahr 25 hoffnungsvolle Talente über die Qualifikationsprüfungen in den Landesverbänden und den Auswahllehrgängen am DOKR unter den Augen des Bundestrainers für das Finale in Braunschweig. Vor der beeindruckenden Kulisse in der Volkswagen Halle ist zunächst ein Stil-Springparcours der Kl. M mit Standardanforderungen zu absolvieren. Hauptaugenmerk liegt auf folgenden Kriterien: Sitz des Reiters und effektive Einwirkung auf das Pferd, harmonische Erfüllung der gestellten Aufgaben und Gesamteindruck. Die zwölf besten Paare empfehlen sich für das Finale des HGW-Bundesnachwuchschampionats. Ähnlich wie bei einer Weltmeisterschaft gehen die vier erfolgreichsten Reiter am Ende in den zweiten Umlauf und nehmen dabei die schwerste Klippe des Wettbewerbes: den Pferdewechsel. Bundesnachwuchschampion wird letztendlich, wer sich durch besonderes Einfühlungsvermögen und reiterliches Können auszeichnen kann.
• Goldener Sattel
Er gilt als die interessanteste Springprüfung im Nachwuchsbereich: Der „Goldene Sattel“ wurde 1986 von Hans Günter Winkler und dem damaligen Bundestrainer der Springreiter Herbert Meyer initiiert. Der „Goldene Sattel“ soll eine Auszeichnung für den besten deutschen Nachwuchsspringreiter oder –reiterin eines jeden Jahres sein. Vier Reiterinnen und Reiter werden aufgrund ihrer Erfolge in schweren Springen oder bei Nationenpreisen für den „Goldenen Sattel – HGW Nachwuchsförderpreis“ in Dresden nominiert. Der Sieger wird in einem Stilspringen mit Pferdewechsel ermittelt. Beurteilt werden Sitz und Einwirkung, Einfühlungsvermögen, Rhythmus und Harmonie in der Bewegung ebenso wie die reelle Grundausbildung der Pferde, persönliches Auftreten und Horsemanship. Ein Blick in die Teilnehmer- und Siegerlisten des „Goldenen Sattels“ beweist, dass viele der heute im internationalen Sport erfolgreichen Reiter in dieser Prüfung ihr Können gezeigt haben, wie Markus Beerbaum, René Tebbel, Markus Ehning und Christian Ahlmann. Der besondere Reiz dieser Prüfung ist der Pferdewechsel. Hier kann man hervorragend sehen, wie gut sich die Talente innerhalb kürzester Zeit auf völlig fremde Pferde einstellen können.
• Würth-Derby-Cup
Der WÜRTH Derby Cup nimmt im Rahmen der Deutschen Jugendförderung inzwischen einen festen Platz ein. Der WÜRTH Derby Cup verfolgt das Ziel, den talentierten Ponyreitern den Weg in den größeren Sport zu weisen. Den Ponyreitern bietet der WÜRTH Derby Cup die Möglichkeit, auf einem guten Turnier vor großem Publikum zu starten und damit mehr Erfahrungen für den Übergang in das Juniorenlager zu sammeln.
Lebenslauf Hans Günter Winkler
• geb. 24.07.26 in Wuppertal-Barmen
• verheiratet in 4. Ehe mit Debby Winkler geb. Malloy
• zwei Kinder (Sohn / Tochter aus Ehe mit Musti Winkler geb. Moltke)
• Reitausbildung beim Vater
• Einzug in den Wehrdienst
• Ausbildung in einer Textilgroßhandlung in Frankfurt/Main (1948)
• 1951 Umzug nach Warendorf an das Deutsche Olympiade-Komitee für Reiterei
• 1952, ´53,´54,´55,´59 Deutscher Meister im Springreiten
• ab 1953 selbstständiger Kaufmann
• 1957 Europameister der Springreiter
• 1954,´55 Weltmeister der Springreiter
• 1956,´60,´64,´68,´72,´76 Teilnahme an sechs Olympischen Spielen (5 x Gold, 1 x Silber, 1 x Bronze)
• 1965, ´68 King George V. Cup
• 1955,´56 Sportler des Jahres
• 1950-´60, 1960-´70 Sportler des Jahrzehnts
• 1986 Abschied vom aktiven Reiterleben anlässlich der Weltmeisterschaft in Aachen
• 1992 Gründung der HGW-Marketing GmbH in Warendorf
Auszeichnungen
• Goldenes Reitabzeichen (1950)
• Deutsches Reiterkreuz in Gold (1950)
• Silbernes Lorbeerblatt überreicht durch den Bundespräsidenten Herrn Prof. Theodor Heuss (1954)
• Ehrenbürger der Stadt Warendorf (24.06.1956)
• Vorstand des Deutschen Reiter- und Fahrerverbandes (1958)
• Goldene Ehrennadel des Internationalen Reiterlichen Vereinigung (1964)
• Großes Bundesverdienstkreuz (1975)
• Goldenes Ehrenzeichen des Reiter-Weltverbandes (1976)
• Ehrenzeichen d. dt. Reiterverbandes in Gold m. olympischen Ringen Lorbeerkranz u. Brillanten
• Auszeichnung mit dem Medienpreis Bambi (1990)
• Auszeichnung mit dem Spoga Ehrenpreis für besondere Verdienste im Pferdesport (1990)
• Landesorden Nordrhein-Westfalen (07.11.1991)
• Friedensreiterpreis des Westf. Reitervereins von 1835 (1997)
• Auszeichnung mit der “Goldenen Sportpyramide” für sein Lebenswerk (2000)
• Verleihung d. Silbernen Pferdes Kat. Persönlichkeit, CHIO Aachen (2002)
• Deutsches Reiterkreuz in Gold mit Brillanten der deutschen Reiterlichen Vereinigung (2006)
• Großes Verdienstkreuz mit Stern des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland (2008)
• Ehrenmitglied Aachen Laurensberger Rennverein, RuFV Warendorf, Ludwigsburg, Herborn, Darmstadt, Bayreuth, Kassel, Frankfurt/Main, Hünfeld
• Mitglied des Deutschen Olympiade Komitees (1981)
• Mitglied des Springausschuss des DOKR
• Ehrenmitglied der Deutschen Reiterlichen Vereinigung
• Mitglied des Ehrenkomitees der Spanischen Hofreitschule
• Sportdirektor der Riders Tour
• Herausgeber der Zeitschrift „PferdeSport International“
• Buchautor von fünf Büchern “Meine Pferde und ich” (1956), “Pferde und Reiter in aller Welt” (1957), “Halla - Die Geschichte Ihrer Laufbahn” (1961), “Olympiareiter in Warendorf” (1964), “Springreiten” (1979), erweiterte Neuauflage „Halla, meine Pferde und ich“ (2007)
Die wichtigsten Erfolge bei Championaten
Olympische Spiele
1956 Stockholm
Springen - Einzel Pferd: Halla = Gold
Springen - Mannschaft Pferd: Halla = Gold
1960 Rom Springen – Mannschaft Pferd: Halla = Gold
1964 Tokio Springen – Mannschaft Pferd: Fidelitas = Gold
1968 Mexiko Springen – Mannschaft Pferd: Enigk = Bronze
1972 München Springen – Mannschaft Pferd: Torphy = Gold
1976 Montreal Springen – Mannschaft Pferd: Torphy = Silber
Weltmeisterschaften
1954 Madrid Springen – Einzel Pferd: Halla = Gold
1955 Aachen Springen – Einzel Pferd: Orient/Halla = Gold
Europameisterschaften
1957 Rotterdam Springen – Einzel Pferd: Sonnenglanz = Gold
1958 Aachen Springen – Einzel Pferd: Halla = Bronze
1961 Aachen Springen – Einzel Pferd: Romanus = Bronze
1962 London Springen – Einzel Pferd: Romanus = Silber
1963 Rom Springen – Mannschaft Pferd: Romanus = Silber
1969 Hickstead Springen – Einzel Pferd: Enigk = Bronze
Deutsche Meisterschaften im Springreiten
fünfmaliger Deutscher Meister 1952, ´53,´54,´55 und ´59


Dieses Buch ist die lang erwartete Neuauflage des Bestsellers „Halla, meine Pferde und ich“ von Hans Günter Winkler aus dem Jahr 1956.
Kurzinfo
- Der Lebensweg des erfolgreichsten Springreiters der Welt in einer außergewöhnlichen Autobiographie
- Lebendige und fesselnde Schilderungen seiner Erlebnisse auf internationalen Turnierplätzen
- Bewegende Geschichten um seine Pferde: vom ersten Pony über die „Wunderstute Halla“ bis zu „Orient“ und „Torphy“
- Winklers Engagement für den deutschen Reitsport bis in die Gegenwart
Bibliographische Angaben
Halla, meine Pferde und ich!
Autor: Winkler, Hans Günter
FNverlag, Warendorf
2007
224 Seiten mit historisch wertvollem Fotomaterial
Format 190 x 250 mm, gb. € (D) 29,80 / € (A) 30,70* / sFr 50,00
ISBN 10: 3-88542-430-4
ISBN 13: 978-3-88542-430-7