Ein Leben ohne Pferde – undenkbar. Pferde spielen seit über 30 Jahren eine große Rolle in dem Leben von Nathalie Penquitt. Schon als kleines Kind entdeckte sie ihre Leidenschaft für sie. Zum Glück stieß sie damit bei ihren Eltern auf offene Ohren. Nathalie Penquitts Vater ging mit ihr reiten, gründete Vereine, engagierte sich für eine bessere Pferdehaltung und suchte nach Alternativen für pferdefreundlicheres Reiten. Krankheiten zwangen ihn zu Pausen in der praktischen Ausübung dieses Hobbys, aber dann beschäftigte er sich mit der Theorie und las viele Schriften der alten Reitmeister. Davon hat auch Nathalie profitiert. Das Interesse für diese Art des Reitens war geweckt. So stießen Penquitts vor langer Zeit auf den heute so bezeichneten "Papst der barocken Reiterei", Richard Hinrichs. Viele effektive Lehrstunden bei ihm haben Nathalies Reiten bis heute geprägt.
In den Ferien durchquerte sie als Kind mit ihrem Vater auf langen Wanderritten weite Teile Deutschlands. Dabei lernten sie die Vorteile eines Westernsattels sehr zu schätzen. Während eines Urlaubs entdeckte Nathalie eine weitere Leidenschaft von sich: Ein kleiner Wanderzirkus hatte es ihr angetan, er gastierte an dem Urlaubsort. Es entstand ein freundschaftliches Verhältnis und Nathalie und ihr Vater sahen viele Vorstellungen. Seitdem beschäftigt sie sich intensiv mit zirzensischen Lektionen.
Schon früh in ihrer Schulzeit antwortete Nathalie auf die berühmte Frage, was sie einmal werden wolle, mit „Tierärztin“. Das hat geklappt. Nathalie besitzt den Doktortitel der Veterinärmedizin. Das Studium hat sie größtenteils mit dem Unterrichten von Reitern und Pferden finanziert. So kam es letztlich, dass sie sich bei ihrer Arbeit heute vorwiegend mit gesunden Tieren beschäftigt. Das medizinische Hintergrundwissen hilft aber auch jetzt in vielen Fällen weiter.
Ein Pferd hat Nathalie in vielen entscheidenden Momenten ihres Lebens begleitet. Der Shagya-Araber „Lucky“ ist sicher vielen noch von seinen zahlreichen Auftritten in Erinnerung. Er ziert das Cover des ersten Buches über Zirkuslektionen. Mit ihm lernte sie bei Richard Hinrichs viele Feinheiten der klassischen Dressur bis hin zu Einerwechseln im Galopp. Er begleitete das Erwachsenwerden.
Irgendwann stand für sie fest: "Spätestens wenn ich 40 bin, möchte ich mit meinen Tieren zusammen wohnen." Zum Glück hat sie es schon früher geschafft. Sie machte ihr Hobby vollends zum Beruf und andererseits blieb es trotzdem ihr Hobby.
Für Nathalie ist es das gelebte Motto: Träume nicht Dein Leben, lebe Deinen Traum.
Nathalie Penquitt lebt und arbeitet seit 1999 auf Hof Hohenholz. Sie leitet hier ihre Pferdeschule, gibt Kurse und Einzelunterricht.
Nathalie wollte immer schon mit Pferden arbeiten. Heute weiß sie, dass sie sich in ihrem Beruf viel mit Pferden beschäftigtt, aber doch meist genau so viel mit dem Menschen, der zu dem jeweiligen Pferd gehört. Aufgrund dieser Erkenntnis bildet sich Nathalie nicht nur reiterlich weiter, sondern auch didaktisch. Gut zu unterrichten, ist ihr ein großes Anliegen.
Noch ist sie lange nicht am Ziel. Reiterlich bildet sie sich stets weiter. Dabei hilft ihr Unterricht bei anderen Lehrern. Weiterhin interessiert sich Nathalie Penquitt sehr für gute Didaktik, sowohl dem Pferd als auch dem Menschen gegenüber. Es gibt noch unendlich viel zu lernen, aber wie heißt es so schön: Der Weg ist das Ziel.