Polo - ein Sport für Reiche und Promis?

Nein - nicht einmal die teuren Pferde müssen Sie anschaffen und unterhalten. In guten  Poloschulen können Sie sich sogar den Helm ausleihen, und der Trainer stellt ihnen ein geduldiges und gut ausgebildetes Pferd zur Verfügung. Das kann auf jeden Fall mehr als Sie und denkt aktiv beim Spiel mit.

In der Poloschule lernen Sie mit dem Stick umzugehen und den Ball zu treffen statt des Pferdes. Mit ein bisschen Übung können sie bald den ersten Chukka mitspielen. Wenn Sie Blut geleckt haben und später an Turniere und den großen Sport denken, wird es teurer.
Die Spezialpferde für diese Sportart werden meistens aus Argentinien importiert, aber jetzt gibt es auch schon hervorragende, in Deutschland gezogene Polopferde und gute Profis für deren Ausbildung.
3-4 Pferde benötigt ein Spieler mindestens, da jedes Pferd in einem Spiel höchstens  2  mal zum Einsatz kommt, und die Pferde nach ihren individuellen Fähigkeiten eingesetzt werden. Bis zu 60 Kilometer schnell  kann ein Polopferd werden. Sie werden meist am langen Zügel geritten und sind trotz Temperament geduldig und ausgeglichen.

Der Ball mit 7-8 cm Durchmesser wiegt 130 Gramm und besteht aus Kunststoff oder gepresstem Bambusholz. Der Stick ist rund 1,30 Meter lang und muss rechts geführt werden - schlecht für Linkshänder.
Jeder Spieler muss einen Helm tragen. Das Gesicht wird durch ein Visier geschützt. Die dick gepolsterten Knieschoner aus Leder sind ebenfalls sinnvoll und schützen bei "Feindkontakt".
Die Regeln des Spiels sind im Regelwerk der HPA (Hurlingham Polo Association) festgelegt und einsehbar beim  Deutschen Poloverband.
Wer vom Polotraining in exotischer Atmosphäre träumt, findet heutzutage gute Angebote bei vielen Reiseveranstaltern. Attraktive Angebote zum Reinschnuppern oder Vertiefen gibt es aber auch im deutschen Raum.
Wer diese vielseitige Sportart kennenlernen will, kann auch bei den Turnieren und Übungsspielen der hiesigen Poloclubs zuschauen und sich informieren.

Text: W. Heine